Sparkassen Frühjahrs-Volkslauf 2015

3. Mai 2015

Ein sehr schöner Tag beim Spk-Volkslauf. Mit gutem Wetter hat es Spaß gemacht der Region den Motorsport ein wenig näher zu bringen 🙂

BMW

RLC #1 – Nürburgring – Top 5 Ergebnis trotz Motorschadens

20. April 2015

Auf dem 5,148 km langen Kurs in der Eifel wurde am Samstag der 1. RLC Lauf ausgetragen und somit die Meisterschaft 2015 eröffnet. Das Team bestand zu diesem 6 Stunden andauernden Langstreckenlauf aus Kai Altenhofen, Ben de Bondt und Christoph Pudlo. Am Freitagnachmittag trafen sich Kai und Christoph bereits bei Marco Dietzen von ATC um noch letzte Feinheiten an den Motorrädern zu justieren. An der BMW von Christoph wurde ein HM Quickshifter verbaut, der auch häufig in der BSB zum Einsatz kommt. Gegenüber dem originalen Quickshifter sind die Schaltunterbrechungen um einiges kürzer und werden bei dieser Version sogar drehzahlabhängig vom Quickshifter berechnet.

Am Abend trafen Kai und Christoph auf Ben, der bereits die Box Nr. 8 bezogen hatte. Die Dokumentenabnahme und die Technische Kontrolle verliefen für alle Fahrer problemlos.

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Für den Rennsamstag meldeten die Wetterdienste übereinstimmend sonnige aber mit maximal 12°C recht frische Bedingungen. Um 8 Uhr zum Start des ersten freien Trainings standen jedoch nur 4 Grad auf dem Thermometer. Christoph ging mit seiner BMW auf erste Trainingsrunden. Der Grip war aufgrund des kalten Asphalts sehr gering was auch schon die ersten Stürze einiger Teilnehmer belegten. Mit kalten Fingern kam Christoph wieder an die Box und übergab den Transponder an Ben, der ebenfalls nur wenige Runden drehte bis Kai die letzten Minuten des Trainings nutzte. Im Anschluss fand die Fahrerbesprechung mit den 58 Teams und somit gut 150 Fahrern im Pressezentrum des NBR statt.

Zum 45-minütigen Qualifying um 9.30 Uhr herrschten weiterhin recht frische Bedingungen , sodass die Herausforderung darin bestand einen guten Startplatz ohne das Risiko eines Sturzes einzufahren. Kai ging mit seiner gut vorbereiteten Kawasaki ZX-10R auf die Piste und konnte mit den ersten fliegenden Runden eine 2.09,7 einfahren. Nun war es schwierig für weitere schnelle Runden zu fahren, da auf der Strecke nun reger Betrieb herrschte.

Kai Altenhofen

Ben ging als nächster auf Zeitenjagd und versuchte ebenfalls eine freie sowie schnelle Runde zu fahren. Abschließend ging Christoph auf den gut 5 Kilometer langen Kurs und probierte eine gute Platzierung einzufahren. Jedoch war es nicht möglich eine schnellere Zeit zu fahren und zudem war in der dritten fliegenden Runde bei einem Schaltvorgang mit etwa 240km/h an der schnellsten Stelle des Kurses auf einmal der Schalthebel weggefallen. Eine Schraube am neu verbauten Qucikshifter hatte sich gelöst und beendete die Zeitenjagd. Christoph konnte sich dabei noch auf der Piste halten und steuerte die Box an.

Kai hatte unsere Bestzeit gesetzt und letztendlich nach dem Qualifying die sechstschnellste Zeit des Fahrerfelds erzielt. Die Bestzeit lag bei 2.05 Minuten. Mit dem Startplatz hatte das atcracingparts Team eine gute Ausgangslage für das um 11.20 Uhr stattfindende Rennen.

Für das Rennen wurden die Motorräder mit neuen Pirelli Reifen bestückt und Kai als Startfahrer benannt. Zwischenzeitlich wurde noch die Honda von Ben für den zweiten Stint vorbereitet und an der BMW der Schalthebel neu fixiert um als 3. Fahrer im Langstreckenduell einzugreifen.

Um 11.20 Uhr wurden die 58 Motorräder mit stehenden Motoren auf der Start/Ziel Geraden anhand der eingefahrenen Zeiten aufgestellt. Die Fahrer standen auf der gegenüberliegenden Seite und waren bereit beim Flaggenzeichen zu den Motoren zu sprinten.

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Kai reagierte dabei äußerst zügig und konnte beim Start bereit einige Platzierungen gut machen. Nach den ersten Runden mit schnellen 2.05er Zeiten befand sich Kai mit dem Startfahrer des Team Stützgas im Zweikampf um den 3.Platz. Nach dem ersten etwa 45 Minuten Stint übergab Kai in der Boxengasse an die bereitstehende Honda mit Ben. Ben konnte an das Zeitenniveau anknüpfen und eine Podestplatzierung sichern. Auf der Strecke gab es vereinzelt Stürze die zu Gelbphasen führten. Jedoch konnte Ben stets an allen Gefahrenstellen gut durchkommen und übergab nach weiteren 45 Minuten an Christoph. Nach knapp 2 Stunden Rennzeit war durch die Boxenstopps der anderen Teams sogar zwischenzeitlich die Rennführung für das atc Team möglich. Kontinuierlich fanden Positionskämpfe mit dem Team Stützgas und Team Racefoxx um die Podestplätze statt.

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Etwa bei der Rennhälfte und zurückgelegten 78 Runden bzw. 400 Kilometern belegte der auf der Strecke befindliche Fahrer Kai mit seiner Kawasaki einen guten 2ten Platz mit Kontakt zum momentan führenden Team Stützgas. Allerdings erreichte zu diesem Zeitpunkt eine Information der Rennleitung das Boxenteam. Bei einem Fahrerwechsel wurde das Tempolimit von 60km/h in der Box überschritten, sodass eine 45 sekündige Zeitstrafe ausgesprochen wurde. Diese Strafe musste natürlich bei Rennende mit eingerechnet werden und musste stets beim Blick auf den aktuellen Rennverlauf berücksichtigt werden. Durch das perfekte Zusammenspiel aus den Boxenmitgliedern und der konstant guten Leistung war jedoch trotz der Strafe eine gute Platzierung in Aussicht.

Nach 4 Stunden Fahrzeit war soeben nach einem Fahrerwechsel Christoph mit seiner BMW auf der Strecke und lag 17 Sekunde hinter dem Führenden auf Platz 2. Nach sieben gefahrenen Runden vernahm Christoph bei seinem Motorrad jedoch immer lauter werdende seltsame Motorgeräusche. Die Geräuschkulisse war nicht wie gewohnt und auch die Leistung schien schleichend zurückzugehen. Nach weiteren Kurven konnte die ungewohnte Geräuschkulisse immer besser wahrgenommen werden und Christoph entschied sich mit einem Fußzeichen der Boxencrew mitzuteilen einen vorzeitigen Fahrerwechsel durchzuführen. Allerdings nahm die BMW S1000RR am bereits in der zweiten Kurve der Runde nicht mehr vernünftig Gas an und es waren metallische Geräusche zu vernehmen. Mit deutlich reduziertem Tempo durchfuhr Christoph die folgende Rechtkurve und auf der Zwischengeraden gab es einen weiteren lautstarken Knall und der Motor sorgte nicht mehr für Vortrieb. Schnellstmöglich wurde die Kupplung gezogen und mit über 100km/h die Wiese am Streckenrand angesteuert. Zum Glück hatte das Motorinnere nicht einen Weg ins draußen gesucht. Ansonsten hätte eine große Menge austretendes Öl für einen Sturz von Christoph und wahrscheinlich noch weiteren folgenden Fahrern gesorgt. Am Streckenrand rollte die BMW aus und Christoph versuchte schnellstmöglich zum Stehen zu kommen. Leider war an dieser Stelle mit dem Rettungsweg knapp 3km Wegstrecke zur Boxengasse zurückzulegen, sodass ein kurzer Gedanke zur Boxengasse zu sprinten wieder revidiert wurde. Dies würde zuviel Zeit in Anspruch nehmen. Somit musste auf den Transporter gewartet werden, der die nicht mehr fahrtüchtige BMW und Christoph zurückbrachte. In der Zwischenzeit war der Boxencrew nach verstrichenen gut 2 Minuten verwundert, dass Christoph nicht zum Fahrerwechsel in die Box einfuhr. Währenddessen fiel das atc Team Positionen zurück und es verstrichen wertvolle Minuten.

Das Team reagierte genau richtig und besorgte bei der Rennleitung einen neuen Zeitnehmer der auf die Kawasaki von Kai montiert wurde. Zwischenzeitlich waren 10 Minuten vergangen und das Team war auf den 10. Platz zurückgefallen. Nun bestand die große Herausforderung darin die verbliebenen knapp anderthalb Stunden mit nur noch zwei verfügbaren Motorräder abzuschließen. Kai und Ben initiierten mit sehr schnellen Zeiten eine turbulente Aufholjagd. Christoph konnte nun nur noch in der Boxengasse unterstützen. Hierbei gelang es nach in der 134. Runde die Teambestzeit von 2.05,006 einzufahren und stetig Meter auf die vorderen Plätze gutzumachen. Gegen 17:30 Uhr und nach absolvierten 6Stunden konnte mit einem fantastischen Schlussspurt ein 5. Platz erzielt werden. In Anbetracht der Zeitstrafe und natürlich des enormen Zeitverlusts aufgrund des Motorschadens war das Team erschöpft aber doch zufrieden mit dem Ergebnis. Ein Top 5 Platz und lediglich 3 Runden Rückstand auf das Siegerteam waren ein hervorragendes Ergebnis auf dem aufgebaut werden kann. Es sei noch einmal betont, dass das grandiose Helferteam dieses Ergebnis erst möglich machte. Bei der Siegerehrung wurde ausgiebig gefeiert und es war bereits die Vorfreude auf das nächste RLC Rennen spürbar. Dieses Rennen dauert dann 8 Stunden und wird am 21 Juni auf dem Nürburgring ausgetragen. Besucher sind hierbei herzlich willkommen und erhalten kostenlosen Zugang sowie Einblicke in das Boxengeschehen des Teams.

Nach dem Rennen fuhr Christoph mit der BMW noch zu Motorradsport Schmitt in Binningen am Nürburgring um eine Schnelldiagnose durchzuführen. Noch am Abend wurden Getriebe, Kupplung und Anlasserfreilauf als i.O. begutachtet, jedoch bestätigte sich die Befürchtung auf einen kapitalen Motorschaden. Das Pleuel hatte sich kaltverformt und zum Glück konnte der Motor frühzeitig ausgeschaltet werden bevor Motorteile die Motorwand durchbrochen hatten. Nun wird jedoch versucht in kürzester Zeit ein neues Triebwerk zu installieren, damit die zweite Runde des Reinoldus Langstreckencups noch besser beendet werden kann.

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Saisonauftakt 2015 – Pau Arnos

22. März 2015

Den Saisonauftakt kann man nur als gelungen bezeichnen. Alles Andere wäre schlichtweg falsch, denn das Wetter spielte uns gradios in die Karten, die Strecke war fantastisch spaßbringend und auch an das neue Eisen konnte ich mich gewöhnen. Lediglich die Anreise  war mit 1550km Wegstrecke etwas anstrengend, verlief jedoch problemlos und so konnten mein letztjähriger Teamkollege Mario Mantai und ich nach 18 Stunden nonstop Fahrt das Asphaltband von Pau Arnos begrüßen. Der Ersteindruck war nicht voll überzeugend, da die Strecke doch recht klein wirkte. In meinem Kopf geisterte die Frage rum, wie hier die Leistung der BMW auf den Boden gebracht werden sollte?! Aber hierzu hatten wir 4 Tage freies Fahren und somit sehr viel Zeit. Des Weiteren war es sehr erfreulich, dass meine diesjährigen Teamkollegen ebenfalls dieses Event gebucht hatten, um den Rost der Winterpause zu entfernen. Mit Kai Altenhofen auf Kawasaki ZX 10 R und Ben de Bondt auf Honda CBR 1000RR soll 2015 im Reinoldus-Langstrecken-Cup als Team: atc-racingparts.de powered by Sparkasse Göttingen angegriffen werden. Bereits nach kurzer Zeit befanden wir uns auf einer Wellenlänge und hatten auch auf der Strecke gemeinsam viel Spaß. Ohne französische Bodenproben, vielen Erkenntnissen zum Fahrwerk und BMW-Leistung konnte nach 4 gelungenen Tagen das Equipment wieder eingepackt werden. Ein rundum gelungenes Event. Nun freue ich mich nach einem weiteren Training am 10.4.15 in Oschersleben auf das erste 6 Stunden andauernde Langstreckenrennen auf dem Nürburgring. Weitere Infos: http://www.rl-cup.de/ IMAG1342 1

Deutscher Langstrecken Cup Meister 2014 – Klasse 3

30. September 2014

Mit einem Rennsieg beim 500km Rennen in Most, konnte das HMC Racing Team powered by Sparkasse Göttingen den Meistertitel einfahren. Herzlichen Dank an meine Teamkollegen Mario Mantai und Florian Pfanzelt. Ebenfalls ein großes Dankeschön an Claudia, Schraubermeister Kiki, Marko, Patrick und alle weiteren Helfer sowie Unterstützer!!! Ein geniales Jahr mit einem fantastischen Abschluss.

Göttinger Tageblatt IMG-20140914-WA0008

6 Stunden Langstreckenrennen Oschersleben 02.08.2014

3. August 2014

Auf dem 3,696km langen Kurs in der magdeburger Börder wurde am Samstag der 5. DLC Lauf ausgetragen. Das Team bestand zu diesem 6 Stunden andauernden Langstreckenlauf aus Mario Mantai, Christoph Pudlo und zusätzlich Florian Pfanzelt. Florian war bereits bei den 1000km am Hockenheimring für das Team unterwegs. Mit dieser Aufstellung waren wir zuversichtlich diesen Kraftakt zu bewältigen. Besonders das relativ heiße und drückende Wetter sollte so manchen Fahrer an seine Grenzen stoßen lassen.

Für den Rennsamstag meldeten die Wetterdienste übereinstimmend sonnige und bis zu 28°C warme Bedingungen. In der Meisterschaftsgesamtwertung hatten wir uns nach dem zuletzt gewonnen Lauf am Sachsenring auf Platz 2 mit 9 Punkten Rückstand auf das Team Shell Advance Racing Team gefestigt. Neben dem Lauf in Oschersleben stand jedoch noch das Finale in Most an, sodass mit einem guten Ausgang des Rennens die Meisterschaft noch einmal spannend werden könnte.

Zum einstündigen Qualifying um 9 Uhr bot die Strecke beste Bedingungen und Florian ging auf die Piste. Mit der ersten fliegenden Runde konnte Florian seine Suzuki mit einer 1.34 über den Zielstrich bewegen und bereits früh eine gute Zeit setzen. Nun war es schwierig für Florian eine relativ freie Runde zu erwischen, allerdings konnte noch einmal eine Verbesserung erzielt werden und so stand eine 1.32,7 als Bestzeit. Ich ging als zweiter Fahrer auf der Strecke, hatte auch ziemlich stark mit dem Verkehr zu kämpfen und konnte mit einigen 35er Zeiten keine Verbesserung erzielen. Ebenso ging Mario nach weiteren 15 Minuten auf die Strecke und mit mehreren 34er Zeiten war auch hier keine Verbesserung möglich. Florian hatte unsere Bestzeit gesetzt und letztendlich nach 1h Qualifying die viertschnellste Zeit des 38 Teams starken Fahrerfelds erzielt. In der Klassenwertung war uns Team Richie Race mit einer 1.33.0 knapp auf den Versen. Das Team Shell Advance konnte sich mit einer 1.35,9 einen 12. Platz in der Startaufstellung sichern. Somit hatte das HMC Racing Team eine gute Ausgangslage für das um 12 Uhr stattfindende Rennen.Quali DLC OSL

Startfahrer war Florian Pfanzelt. Nach einer Einführungsrunde wurde die Startaufstellung bezogen und Flo sprintete zur Suzuki. Leider sprang das Motorrad nicht auf Anhieb an, sodass ein erneuter Versuch notwendig war. Dies kostete jedoch soviel Zeit, dass Florian sich nach der ersten Runde auf P12 Gesamt und P3 in unserer Klasse befand.

Mit zügigen Zeiten konnte er jedoch kurzzeitig wieder den zweiten Platz erkämpfen. Allerdings hatte Florian zum Ende des Turns starke Rückenschmerzen auf dem Motorrad bekommen wodurch keine schnellen Runden möglich waren und somit fielen wir wieder auf P3 zurück.

Nach ca. 45min führten wir den ersten Fahrerwechsel durch und ich ging auf die Strecke. Mit frischen Reifen und randvollem Tank versuchte ich meinen Rhythmus zu finden und mit konstanten 1.35er Zeiten konnte ich wieder aufschließen. Auch die beiden anderen Teams hatten den Fahrerwechsel vollzogen und lieferten ihre Runden ab. Besonders bei den nun hohen Temperaturen in der Mittagszeit wurde es zunehmend anstrengender. Nach ca. 10 Runden konnte ich den Team Richie Race Fahrer überholen, sodass wir uns direkt hinter dem Meisterschaftskonkurrenten Shell Advane Team befanden. Etwa weitere 5 Runden später wurden am hinteren Streckenteil gelbe Fahnen angezeigt. Dies bedeutete eine Gefahrenstelle bzw. einen gestürzten Fahrer. Im Kiesbett der ersten Kurve konnte ich im Augenwinkel eine weiße R6 mit der Startnummer 313 erkennen. Celina Scheffler hatte Eingangs Start/Ziel einen Vorderradrutscher und war ausgefallen. Dies war relativ harmlos und keine Verletzungen zur Folge, jedoch kostete dies Zeit für das Team. Das Motorrad musste zuerst geborgen werden und anschließend der Zeitnehmer vom gestürzten Motorrad an das zweite Motorrad gesteckt werden. Eine Weiterfahrt war nämlich nicht mehr möglich.

Dies bedeutete die Führung vor dem Team Richie Race nach etwa 1,5 Stunden. Ich probierte weiter die Rundenzeiten hoch zu halten und somit ein Zeitpolster auf die Konkurrenz herauszufahren. Kurz darauf wurde jedoch das gelbe Licht und ‚Safety Car‘ Schilder angezeigt. Ein Fahrer war Ende S/Z bei hoher Geschwindigkeit gestürzt und es lagen noch Motorradteile auf der Strecke, die geborgen werden mussten.

safety carQuelle: http://teamfotograf.de

Diese Safety Car Phase nutzten wir für einen Fahrerwechsel und Mario Mantai ging auf die Strecke. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen wurden, konnte Mario mit guten und konstanten 1.34er Zeiten den Vorsprung weiter ausbauen. Das Team Shell Advance war mittlerweile wieder auf der Strecke, hatte jedoch einen Rückstand von 5 Runden. Mario konnte nahezu 1Stunde auf der Strecke bleiben und gab in der Boxengasse erschöpft an der bereit stehenden Florian ab.

Florian kämpfte sich nun weiter durch den Verkehr und spulte fleißig die nötigen Kilometer ab. Stetig wurde von der Boxencrew, Marko und Claudia der Rennverlauf sowie der Abstand zur Konkurrenz kontrolliert. Zum Ende des Turns wurde Florian der benötigte Fahrerwechsel angezeigt und er kam kurz darauf in die Box. An meinem Motorrad wurde der Transponder befestigt und ich fuhr die Boxengasse Richtung Strecke raus. Allerdings hatte in dieser Zeit ein weitere Sturz für eine erneute Safety Car Phase gesorgt und somit stand ich vor einer roten Ampel und durfte nicht auf die Strecke. Sehr ärgerlich….leider verlor unser Team somit 1 Runde auf die Konkurrenz. Kurz darauf konnte ich jedoch auf die Strecke und folgte dem kompletten Fahrerfeld, das sich hinter dem Safety Car eingereiht hatte. Nach 2 Runden wurden rote Flaggen angezeigt und das Fahrerfeld folgte dem Safety Car in die Boxengasse. Es waren durch den Unfall in der Triple Links und einem Kreislaufproblem eines Zuschauers vor den Toren der Arena alle Ärzte im Einsatz. Somit hatte der Rennleiter entschieden das Rennen zu unterbrechen um eine permanente ärztliche Betreuung während des Rennens zu gewährleisten. Sehr löblich!

Tanken

Re-Start

Nach etwa 15 Minuten Unterbrechung wurde das Rennen hinter dem Safety Car erneut gestartet und ich befand mich im Kampf gegen die direkt hinter uns platzierten 1000 Kubik Teams. Mit einem Fahrer hatte ich es sehr schwierig, da ich in den Kurven deutlich schneller war und auch überholen konnte, jedoch war seine Kawasaki 60 PS stärker und somit wurde ich auf der Geraden stets überholt. Trotzdem konnte ich das Tempo hoch halten und den Abstand auf das Team Richie Race und Team Shell Advance bewahren.

Um 17.25 Uhr stand der letzte Fahrerwechsel an und Mario Mantai sollte das Rennen abschließen. Die komplette Boxencrew und die Fahrer drückten nun von Außen die Daumen, dass nichts Außergewöhnliches auftritt und der Klassensieg gefahrlos eingefahren werden konnte. Glücklicherweise fuhr Mario Mantai ohne Probleme routiniert die restlichen Runden zu Ende und somit wurden wir um 18Uhr als Klassensieger und Gesamt 6. vor Richie Race und Shell Advance abgewunken.

Zieleinfahrt MarioQuelle: http://teamfotograf.de

Ein grandioser Erfolg, der uns nun in der Meisterschaft auf Augenhöhe mit Shell Advance gebracht hat, sodass nun die Entscheidung beim Finallauf in Most fallen wird.

Ein riesiges Dankeschön an Mario und Flo für den harten und schweißtreibenden Einsatz. Des Weiteren ein großes Dankeschön an das komplette Helferteam, das solch einen Erfolg ermöglicht hat 🙂

Wir freuen uns gemeinsam auf den 13.09.2014 im tschechischen Most und werden versuchen dort die Meisterschaft als Klassensieger zu beenden.

 

Press play, fast forward!

#7

Podium DLC OSL HMC Racing Team

 

4. Lauf 500km am Sachsenring 29.06.2014

30. Juni 2014

Auf dem 3,671km langen Sachsenring wurde der 4. DLC Lauf ausgetragen. Mein Teamkollege Mario Mantai und ich hatten bereits den Samstag für ein Training auf dem Kurs genutzt. Besonders für Mario waren diese Runden sehr wichtig, da er keine Streckenkenntnis hatte und somit die Gelegenheit nutzte sich an den anspruchsvollen Rundkurs in Sachsen zu gewöhnen. Leider war aufgrund der strengen Lärmbedingungen und vieler lauter Teilnehmer, der Trainingstag fast unbrauchbar.

Ab dem 3. Trainingsturn wurde stets nach einer fliegenden Runde mit Rot abgebrochen und das komplette Fahrerfeld in die Boxengasse einberufen. Nach einer kurzen Wartezeit wurde die Strecke freigegeben um nach einer weiteren Runde wieder abzubrechen. Sowas hatte ich auf dem Sachsenring noch nicht erlebt…

Der Veranstalter Bike Promotion hatte meiner Meinung nach bei der technischen Kontrolle bzw. bei der ersten Auffahrt auf die Strecke nicht streng genug kontrolliert, sodass zu viele Teilnehmer mit lauten Zubehörtöpfen am Gas zogen. Zum Nachmittag hin hatte der Veranstalter Lösungen gefunden und es konnte auch mehr als nur eine gezeitete Runde pro Turn gefahren werden. Ein fader Beigeschmack blieb trotzdem.

Für den Rennsonntag meldeten die Wetterdienste übereinstimmend Regen und sogar Unwetter für die Region. Es war jedoch noch ungewiss wann und wie stark der Regen einsetzen würde. Zum 1. Qualifying um 11.00Uhr war die Strecke trocken und ich setzte die ersten Zeiten. Leider war ich nicht ganz so zügig wie am Vortag, da ich einen anderen Reifen ausprobiert hatte. Trotzdem platzierten wir uns in der Nähe der Top 15. Nach 20min wechselten wir in der Boxengasse und Mario konnte nun auf die Strecke. Mario gelang eine noch bessere Zeit und wir fanden uns in der Klassenwertung auf P2 sowie P12 Gesamt wieder.

In der Zwischenzeit hatte sich das Fahrerlager am Sachsenring mit einer großen Anzahl von Besuchern gefüllt, da an diesem Tag der schnellste deutsche Motorradrennfahrer Stefan Bradl direkt vom MotoGP Rennen in Assen zu Besuch war. Ilmberger Carbonparts hatte dieses Event organisiert und eine Autogrammstunde sowie etwas Unterhaltung ins Leben gerufen. Positiver Nebeneffekt waren ein paar nette Gridgirls, die durch die Boxengasse stöckelten. Mario und ich waren gerade an den Motorräder beschäftigt, als diese Damen uns relativ aufdringlich nach einem gemeinsamen Foto fragten. Da wir stets Fotowünschen nachgehen, willigten wir auch hier ein 🙂

Bradl Bradls Girls

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Im Q2 waren die Wetterbedingungen schon etwas unklarer, da es immer mal wieder etwas tröpfelte. Der Asphalt blieb jedoch größtenteils trocken, sodass weiter auf Slicks gefahren werden konnte. Die Bestzeit konnten wir noch leicht auf eine 1.34 verbessern. Beim Start fanden wir uns auf dem Gesamtplatz 14 wieder und Mario sollte den Start vollziehen.

Kurz nach dem Qualifying-Ende öffneten sich die Schleusen und der angekündigte Regen sorgte für eine neue Ausgangssituation. Kurzerhand wurden beide Rennmotorräder mit Unterstützung vom Helferteam Kiki, Thorsten Stefan und Claudia auf Regenreifen umgebaut. Des Weiteren wurden die Motorräder vollgetankt und für das Rennen vorbereitet. Um 16.30 Uhr fiel der Startschuss für das 3,5 Stunden dauernde Langstreckenrennen und Mario kämpfte sich als Startfahrer durch den Regen am Sachsenring.

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Mario kam hervorragend ins Rennen und hatte beim Start bereits fantastische 10 Plätze gewonnen. Auf P4 liegend, konnte Mario super Regenzeiten abliefern und der Konkurrenz stetig 2-3 Sekunden je Runde abnehmen. Der Regen lies jedoch nach einer gewissen Zeit nach. Etwa 65 Minuten konnte Mario auf der immer mehr abtrocknenden Strecke bleiben und übergab nun an mich. Mit Regenreifen ausgerüstet sah ich in meiner ersten Runde bereits vermehrt trockene Stellen und die Ideallinie wurde immer stärker sichtbar. Dabei vesuchte ich mit den Regenreifen trotzdem das Maximale rauszuholen und nahm billigend in Kauf, dass der hintere Regenreifen am Ende des Turns total kaputt war. Nach etwa 30min wurde die Strecke immer trockener und ich hatte mit den Regenreifen zu kämpfen. Sie wurden mittlerweile zu heiß und ich hatte Schwierigkeiten die Maschine auf Kurs zu halten. Jedoch wollte ich solange es ging draußen bleiben, um Mario anschließend mit Trockenreifen so wenig Risiko wie nur irgendwie möglich aussetzen zu müssen. Nach gut 45min kündigte ich einen Wechsel an, da in den schnellen Kurven die Maschine bereits sehr instabil war und somit die Sturzgefahr stieg.

Beim Wechsel lief alles zügig ab und Mario ging mit Trockenreifen auf die Piste. Mittlerweile hatten wir unsere Führung auf 2 Minuten ausgebaut. Auf P2 lag das Shell Advance Racingt Team, vor Richie-Race und Any-Case Racing. Diese Führung konnte Mario auch sehr gut halten und teilweise weiter ausbauen.

Nach 2,5 gefahren Stunden stand der nächste Wechsel an. Auf dem Regenradar wurden keine größeren Regenfelder angezeigt, sodass meine Maschine mit Trockenreifen bereit stand. Allerdings fing es kurz nach dem erfolgten Wechsel bereits stark an zu regnen. Wir fanden uns in der gleichen Situation wie am 1.5 am Nürburgring wieder und liefen Gefahr den Sieg wieder hergeben zu müssen. Nun musste ich mit den Trockenreifen sehr vorsichtig um den Kurs fahren. In der Box wurde zwischenzeitlich fieberhaft die Maschine von Mario auf Regenreifen umgerüstet. Allerdings dauert dies selbst bei geübten Schraubern 5-8 Minuten, sodass ich 3-4 Runden um den Kurs eiern musste. An den verschiedensten Stellen sah man bereits Sturzspuren und auch schon ein paar Motorräder liegen. Die Bedingungen waren tückisch und auch ich hatte zwei heftige Rutscher, die mich fast zu Boden zwangen. Zwischenzeitlich hatte das Team Shell Advance Racing direkt beim Wetterumschwung Celina mit Regenreifen auf die Strecke geschickt und sie ließ den Vorsprung kontinuierlich schmelzen. Celina überholte mich auf Regenreifen in windeseile, sodass wir wieder in der selben Runde waren und der Rückstand nur noch unter 1 Minute lag. Es schien nochmal richtig eng zu werden….

Nach 4 Runden wurde mir das Zeichen gegeben, dass die R6 fertig war und so steuerte ich schnellstmöglich die Boxengasse an und übergab an Mario, der mit Regenreifen nun die Verfolgung aufnahm. Etwa 10 Miten vor Rennende war das Team Shell Advance Racing nun auf Platz 1 und HMC Racing mit 3 sek Rückstand auf P2. An der Boxenmauer wurde Mantai nun signalisiert, dass er volles Risiko gehen soll um diesen Rückstand zu schließen. Mantai ging im Nassen nochmal ans Limit und fuhr die Lücke zu. 2 Runden vor Schluss gelang es ihm sogar den entscheidenden Überholvorgang zu setzen und das HMC Racing Team gewann mit 1,5sek Vorsprung die Klassenwertung des 3,5 Stunden Rennens am Sachsenring!

Ein hervorragendes Ergebnis, das die Meisterschaft weiter offen hält und durch viel Einsatz zustande kam. Herzlichen Dank auch nochmal an das gesamte Helferteam und die Unterstützer dieses Vorhabens!

Nun wird sich intensiv auf den nächsten Lauf 6h in Oschersleben vorbereitet um dort anzuknüpfen, wo wir nun aufgehört haben 🙂

Beste Grüße, Team # 7

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3. Lauf 500km in Assen 15.06.2014

24. Juni 2014

In Assen sind wir sehr gut zurecht gekommen, obwohl wir ein paar Schwierigkeiten hatten. Mit meinem Teamkollegen Mario Mantai hatten wir versucht solange auf der Strecke zu bleiben wie nur möglich. Leider sind wir etwas über das Limit gegangen und in der letzten Passage meines ersten Turns ging mir in der 27. Runde der Sprit aus und die R6 musste ich den letzten Kilometer um den Kurs rollen lassen. Mit etwas Schwenken der Maschine und erneutem Versuch den Motor zu starten, konnte ich wieder kurzzeitig in der Boxeneinfahrt Gas geben, bis der Motor erneut abstarb. In der Boxengasse wurde ich dann bis zu meinem Teamkollegen geschoben.
Meinem Teamkollegen Mario Mantai erging es ähnlich, aber seine R6 ging erst bei der Boxeneinfahrt aus, sodass er den Rest zum Fahrerwechsel rollen konnte. Dies hat in Summe leider mehr als 40sek gekostet.
Nach 3,5 Stunden Fahrzeit konnten wir den ansonsten problemlosen Rennverlauf mit lediglich 9sek Rückstand auf das Siegerteam mit dem 2.Platz beenden. Schade, dass der Sieg wieder knapp an uns vorbei ging.
Nun werden wir aber am Sachsenring 29.06.2014 etwas mehr Reserve einkalkulieren und dann nochmal um den Sieg kämpfen.

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2. DLC Lauf 500km am Nürburgring 1.Mai 2014

12. Mai 2014

Am 01. Mai fand der 2. Lauf zur Deutschen Langstrecken Meisterschaft (DLC) für das HMC Racing Team powered by Sparkasse auf dem Nürburgring statt.

Das Team bestand aus Mario Mantai und Christoph Pudlo als Fahrer der 500km.
Die Anreise erfolgte am Mittwochabend und die Boxen wurden Donnerstagfrüh bezogen.
Am Vormittag gab es zwei Zeittrainings mit je 40 Minuten, die zur Ermittlung der Startaufstellung dienten. Das 1. und 2. Zeittraining wurde abwechselnd von beiden Fahrern genutzt um sich an die Strecke und die Gegebenheiten zu gewöhnen. Leider war es beiden Fahrern nicht möglich ein Training im Vorfeld auf dem Nürburgring zu fahren, aber die Bestzeit reichte für einen 3. Startplatz in der Klassenwertung und einem 12. Rang von 37 Startern aus.

Den Start übernahm ich und stand erstmalig an der weißen Linie gegenüber von meinem aufgestellten Motorrad. Ich war schon etliche Male in ein Sprintrennen gestartet, jedoch war diese neue Startsituation sehr aufregend für mich. Nach dem Schwenken der Flagge spurtete ich schnell zum Bike und sprang auf das Motorrad. Die Motorräder dürfen mit eingeschaltener Zündung bereit stehen, jedoch musste jeder Fahrer den Motor starten und losfahren. Dies gelang mir recht zügig, sodass ich sofort einige Plätze gewann und auf Platz 7 Gesamt und auf P3 in unserer Klasse direkt hinter dem zweitplatzierten Team Kettner auf der Strecke war.

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Ich konnte sehr gut mit dem Startfahrer Kettner mithalten und so kam ich nach 46min Fahrzeit in die Boxengasse und der Wechsel wurde zügig durchgeführt, sodass Mario Mantai sofort weitere Runden absolvieren konnte.
Das in Führung liegende Team hatte Probleme mit Luftdruckverlust im Reifen aufgrund eines falsch montiereten Reifenventils, sodass wir einen Platz gewinnen konnten und auf P2 nah am Team Kettner lagen.

Mit konstant schnellen Zeiten zwischen 1.35 und 1.37min konnten wir etwa nach 3Stunden Fahrzeit und somit verbliebenen 30min den ersten Platz in der Klasse übernehmen. Durch die konstanten Zeiten konnten wir nun sogar etwas Vorsprung herausfahren.

Alles lief nach Plan, wobei wir ab und zu einen Blick in den Himmel richten mussten. Leichter Regen war für nachmittags gemeldet und die aufziehenden dunklen Wolken deuteten darauf hin, dass es doch noch nass werden könnte. Immer wieder erfolgte der Blick auf das Wetterradar um bei dem letzten notwendigen Wechsel die richtigen Reifen drauf zu haben.

Mario Mantai übergab für noch restliche 6 Runden vor Rennende das Motorrad an Christoph Pudlo.  Auf der Start/Zielgeraden begann es leicht zu regnen. Allerdings noch nicht genug um auf Reegenreifen zu wechseln, jedoch war nicht ersichtlich, dass der restliche Teil der Strecke bereits komplett nass war. So ging ich mit Trockenreifen (Slicks) auf die größtenteils nasse Strecke. Aufgrund fehlender Weichmacher in der Gummimischung und ohne Reifenprofil waren die letzten Runden ein wahrhaftiger „Eiertanz“.
In dieser Zeit wurde versucht schnell die Regenräder in die Maschine von Mario Mantai zu bauen. Das Team Kettner hatte diese Montagearbeit bereits etwas früher durchgeführt und führte noch schnell einen Fahrerwechsel durch, um mit Regenreifen das Rennen zu beenden. Zu dieser Zeit hatten wir nahezu 1min Vorsprung herausgefahren.
Da mit Regenreifen jedoch gut 30sek pro Runde auf Tockenreifen aufgeholt werden konnte, mussten wir 2 Runden vor Schluss noch einmal die Führung abgeben.

Ich war jedoch froh die letzten Runden mit hoher Sturzgefahr unfallfrei überstanden zu haben und auch der 2. Platz in der Klasse und einem starken 6. Gesamtrang war ein super Ergebnis für unser Team.

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Eine fantastische Platzierung nach dem 3. Platz am Hockenheimring.

Es war mal wieder eine sensationelle Teamleistung mit Höhen und auch Tiefen. Diese gehören immer dazu und das nächste Mal hoffen wir, dass das Wetter uns den Sieg nicht vermiest.

Das nächste Rennen findet am 15.06 in Assen (Niederlande) statt, das Podium ist wieder fest im Visier und eventuell können wir sogar die aktuell steigende Tendenz fortsetzen.

In der Meisterschaftswertung stehen wir nun hinter dem Team Kettner auf P2 vor dem Team Höfer, das leider in den letzten Runden bei Regen einen Sturz hatte und somit nicht punkten konnte. Zum Glück blieb der Fahrer unverletzt.

Einen herzlichen Dank an alle Helfer und Unterstützer sowie Stefan Hauser für die Bilder!
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Saisonauftakt 2014 bei den 1000km in Hockenheim

22. April 2014

Hockenheim, Karfreitag 18.04.2014 14.04Uhr

Karfreitag in Hockenheim bedeutet den Anfang des Wochenendes der 1000km 🙂 Gleichzeitig war dies auch das Auftaktrennen zu der Deutschen Langstrecken Meisterschaft (DLC). Das HMC Racing Team powered by Sparkasse Göttingen war bereits komplett angereist. Wir hatten uns alle in der Box eingefunden, die Motorräder ausgeladen sowie alles Nötige eingerichtet. Mein Teampartner Mario Mantai war dabei und zusätzlich unterstützt wurden wir von meinem letztjährigen Cup-Kollegen Florian Pfanzelt.

HMC Racing Team

Flo hatte eine scharfe Suzuki GSX-R 600 L1 in die Box geschoben, die mit edlen Teilen verfeinert wurde und somit nicht nur mit weniger Gewicht sondern auch mit mehr Leistung bereit für den Kampf war. Mario und ich hatten unsere bewährten R6-Eisen dabei, die auch schon einige Tage vorher in Rijeka ihre Leistung gebracht hatten. Bei Mario hatte sich jedoch bereits zu Beginn des Trainings in Kroatien häufiger etwas Kühlflüssigkeitsverlust bemerkbar gemacht, den wir auch weiterhin im Auge behalten wollten. An meiner Maschine gab es keine großen Änderungen, außer dass ich die Dunlop Cup Reifen runterschmiss und nun wieder Pirelli/Metzeler die Verbindung zwischen Asphalt und Motorrad herstellte. Ich hoffe auf eine kurze Umgewöhnungsphase und somit viel Spaß auf dem Moped. Wir kümmerten uns um die Papierabnahme und dann wurde noch die technische Abnahme in Angriff genommen. Flo’s und Mario’s Maschine hatten mit der Phonmessung etwas zu kämpfen. Die Messmethode bzw. die Messergebnisse waren recht fraglich, da selbst mit db-eater und Kat-Patrone  Motorräder als zu laut deklariert wurden. Nach dem zweiten Anlauf waren alle Maschinen abgenommen und so konnte man sich noch ein Feierabendbierchen gönnen.

Ostersamstag 19.04.2014

Der Rennsamstag begann um 9Uhr mit einem einstündigen  Qualifying. Bei den noch frischen Temperaturen ging ich als Erstes auf die Strecke. Ich rollte mich ordentlich ein. Ich lies es jedoch aufgrund der geringen Temperaturen und der gut gefüllten Strecke recht langsam angehen. Es dauerte nicht lange und schon hatte sich Eingang der Parabolika das erste Motorrad nachhaltig zerlegt. Nach der kurzen Rotphase ging Mario auf die Piste und das Quali beendete Flo. Flo war bereits super unterwegs und fuhr mehrere 52er Zeiten und so konnten wir uns auf Platz 22 von 75 Teams in der Startaufstellung platzieren, die um 11.30 Uhr in die 1000km geschickt wurde. Vom Start gibt es ein grandioses Video, das Flo’s Blitzstart dokumentiert. 4 Fahrer neben der roten Linie auf S/Z steht Flo in weißer Lederkombi und macht bis zur ersten Kurve bereits 10 Plätze gut. Grandios!!

Flo kam schnell in einen guten Rhythmus und lieferte sich mit Marc Bornhäusser bei mittleren 51er Zeiten ein Kopf an Kopf Rennen. Den ersten Turn sollte Flo solange fahren bis die Suzuki nahezu keinen Tropfen Sprit mehr Tank hatte und so wurde nach knapp 50min mit einer Top10 Platzierung an mich übergeben. Die heißen Zeiten von Flo konnte ich leider nicht abliefern, da ich trotz eines sehr guten Trainings in Rijeka in der Woche zuvor noch nicht so in Tritt kam. 1.54er Zeiten waren möglich und ich versuchte relativ einfach bei Überholvorgänge der ersten Wechselwelle nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Nach ebenfalls knapp 50min ließ ich den Transponder an Mario übergeben. Alles lief komplett reibungslos durch unser Helferteam ab. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle für die Unterstützung an der Boxenmauer und in der Box. Mario lieferte auch konstante Zeiten ab, sodass wir uns bei Übergabe an den nächsten Turn von Flo weiter auf P2 der Klasse 600 befanden. Flo legte in seinem Turn dann noch mit einer 1.50,2 weiter nach und lieferte somit einen spannenden Fight um die Klassenführung ab. Lediglich bei einer Safetycar Phase hatten wir etwas Pech und so mussten wir knapp 1min einbußen, da wir knapp hinter dem zweiten Safetycar auf der Strecke eingefangen wurden. Auf P3 war das Team Kettner und auf Platz 4 das Team Richie-Race ganz nah beieinander.

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Nach seinem Turn ging ich wieder auf die Piste und versuchte mit 53er Zeiten nicht allzu viel Boden zu verlieren. Der Verkehr war zwar zeitweise etwas dichter, aber die mittlerweile sehr guten Wetterbedingungen ließen diese 1000km zu einer wahren Freude werden. Dies hatte ich schon ganz anders erlebt. Nach dem Turn ging Mario wieder auf die Strecke.

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Ich erhielt in der Box die Hiobsbotschaft. Flo’s Suzuki hatte Hunger. Mächtigen Hunger auf Kettenräder. Nach jedem Turn war das Kettenrad komplett zerstört und die Kette hatte Haifischzähne hinterlassen. Nach dem zweiten Turn von Flo wurde ein zweites, neues Kettenrad ebenso hingerichtet. Das Schrauberteam konnte sich diesen extremen Verschleiss nicht erklären und so wurde der Entschluss gefasst, dass nun nach knapp 2/3 der Distanz die Suzuki in der Box bleiben musste.

Dies bedeutet für Mario und mich nun auf die Zähne beißen und zu zweit jeweils in maximal möglichen Stints die Distanz abspulen. Platz 2 und 4 lagen bis kurz vor Rennende in einer Runde. Im letzten Stint den ich übernahm, lag unser Team auf Platz 4 etwa 25sek hinter Kettner. Dabei versuchte ich noch einmal etwas anzugasen und robbte mich mit 53er Zeiten näher an den 3.Platz.

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Leider ging es jedoch an dem Tag nicht schneller und so hatten wir nach 1000km Distanz etwa 8sek Abstand und fuhren mit dem 4.Platz hinter Bornhäusser, Höfer und Kettner ein ganz ordentliches Ergebnis ein. Trotz der Schwierigkeiten konnten wir uns gegen hochkarätige Fahrer wie z.B. das Team Kreutz und das Team Fischer durchsetzen. In der DLC konnten wir mit diesem Ergebnis sogar einen 3.Platz sichern, da das Team Bornhäusser nicht in der DLC Wertung fuhr.

Dies war vorallem durch die super Teamleistung möglich und somit möchte ich mich noch bei allen Helfern und Unterstützern bedanken. Insbesondere bei Flo, Mario, Martin, Claudia, Markus, Olli und Björn! Ihr wart klasse!! Nun freu ich mich auf das nächste Rennen in der schönen Eifel am 01.05.2014!!

Beste Grüße

HMC Racing Team powered by Sparkasse Göttingen #7

Team + HelferSiegerehrung 600ccm

Saison 2014 – mit neuen Herausforderungen

27. Januar 2014

Die Saison 2013 ist nun endgültig vorbei, sodass ein Fazit gezogen kann. Die R6Cup Saison konnte ich mit einem 15. Gesamtrang abschließen. Zwei 9. Plätze waren die besten Saisoneinzelergebnisse, die beim Saisonstart in der Lausitz und in Schleiz eingefahren wurden. Die Erfahrungen im R6 Cup waren sehr wertvoll und in dem hochkarätigen Fahrerfeld konnte ich viel lernen. Allerdings blieb ich mit meiner Leistung hinter den vorher erhofften Zielen. Nicht auf jeder Rennstrecke konnte ich meine persönliche Bestzeit verbessern.

Im Seriensport konnte ich nur bei den Rennen starten, die keine Terminüberschneidungen mit den IDM Terminen hatten. Dabei konnte ich interessante Rennen gegen meine gut bekannten Rennfahrerkollegen ausfahren und hatte auch im Fahrerlager stets viel Spaß. Das Highlight der Seriensportsaison war ein 2.Platz beim Sprintrennen am Schleizer Dreieck.

Unter dem Strich, bleibt ein positiver Saisonverlauf und viele gewonne Kenntnisse, die mir hoffentlich bei den zukünftigen Herausforderungen helfen werden. Es existieren bereits neue Pläne für die kommende Saison, die einige Herausforderungen beinhalten.

Konkrete Formen nahm die Saisonplanung bei der diesjährigen ADAC-Motorsport-Matinee 2013 an, die traditionell zu Jahresbeginn stattfand. Sie ist die Gesamtjahresehrung des Automobilclubs für die erfolgreichsten Motorsportler aus den eigenen Reihen.

Mehr als 130 erfolgreiche Sportler sowie engagierte Sportwarte aus
Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nahmen während der Motorsport-
Matinee am 26.01.2014 in Hannover-Laatzen Pokale und Auszeichnungen für ihre Leistungen im vergangenen
Jahr entgegen. Mehr als 300 Gäste aus beiden Bundesländern
verfolgten die Veranstaltung.

In der Sparte Seriensport wurde ich vor Christian Otto und Mario Matai, mit dem 1.Platz geehrt. Des Weiteren fuhr ich in der Sparte Straßenrennsport den 3.Platz ein.

Mario Mantai Christoph Pudlo

Die Matinee war perfekt organisiert und bot einen hervorragenden Abschluss der zurückliegenden Saison. Die Weichen für 2014 wurden auch schon gestellt. Der Deutsche Langstrecken Cup http://www.dlc-endurance.de steht dabei im Fokus. Das Team ‚HMC Racing powered by Sparkasse‚ besteht aus Mario Mantai und Christoph Pudlo. Bei den Rennen mit verlängerter Distanz wird das Team durch einen dritten Fahrer unterstützt. Den Saisonauftakt bilden die 1000km in Hockenheim, mit weiteren Highlights in Oschersleben, am Nürburgring, Sachsenring, Assen in der Niederlande und dem Saisonabschluss in Most (Tschechien). Bis dato konnte ich nur wenig Erfahrung bei Langsreckenrennen sammeln, sodass ich gespannt bin wie die Herausforderungen der DLC Saison gemeistert werden. Das starke Team bietet allerdings beste Voraussetzungen, um auch 2014 wieder ein erfolgreiches Motorsportjahr werden zu lassen. Ich freue mich auf die neue Saison und werde auch zukünftig von den Eindrücken der Rennveranstaltungen berichten. Hier noch die Termine der DLC 2014. Ich hoffe man sieht sich bei dem einen oder anderen Rennen 🙂

19. April 2014 Hockenheim 1000 Km Rennen 1000km
01. Mai 2014 Nürburgring Sauerländische 500 Km
14./15. Juni 2014 Assen Speed Challenge 500 Km
29. Juni 2014 Sachsenring 500 Km
02. August 2014 Oschersleben 1000 Berge Trophy 6 Stunden Rennen
13. September 2014 Most 500 Km

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