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6 Stunden Langstreckenrennen Oschersleben 02.08.2014

3. August 2014

Auf dem 3,696km langen Kurs in der magdeburger Börder wurde am Samstag der 5. DLC Lauf ausgetragen. Das Team bestand zu diesem 6 Stunden andauernden Langstreckenlauf aus Mario Mantai, Christoph Pudlo und zusätzlich Florian Pfanzelt. Florian war bereits bei den 1000km am Hockenheimring für das Team unterwegs. Mit dieser Aufstellung waren wir zuversichtlich diesen Kraftakt zu bewältigen. Besonders das relativ heiße und drückende Wetter sollte so manchen Fahrer an seine Grenzen stoßen lassen.

Für den Rennsamstag meldeten die Wetterdienste übereinstimmend sonnige und bis zu 28°C warme Bedingungen. In der Meisterschaftsgesamtwertung hatten wir uns nach dem zuletzt gewonnen Lauf am Sachsenring auf Platz 2 mit 9 Punkten Rückstand auf das Team Shell Advance Racing Team gefestigt. Neben dem Lauf in Oschersleben stand jedoch noch das Finale in Most an, sodass mit einem guten Ausgang des Rennens die Meisterschaft noch einmal spannend werden könnte.

Zum einstündigen Qualifying um 9 Uhr bot die Strecke beste Bedingungen und Florian ging auf die Piste. Mit der ersten fliegenden Runde konnte Florian seine Suzuki mit einer 1.34 über den Zielstrich bewegen und bereits früh eine gute Zeit setzen. Nun war es schwierig für Florian eine relativ freie Runde zu erwischen, allerdings konnte noch einmal eine Verbesserung erzielt werden und so stand eine 1.32,7 als Bestzeit. Ich ging als zweiter Fahrer auf der Strecke, hatte auch ziemlich stark mit dem Verkehr zu kämpfen und konnte mit einigen 35er Zeiten keine Verbesserung erzielen. Ebenso ging Mario nach weiteren 15 Minuten auf die Strecke und mit mehreren 34er Zeiten war auch hier keine Verbesserung möglich. Florian hatte unsere Bestzeit gesetzt und letztendlich nach 1h Qualifying die viertschnellste Zeit des 38 Teams starken Fahrerfelds erzielt. In der Klassenwertung war uns Team Richie Race mit einer 1.33.0 knapp auf den Versen. Das Team Shell Advance konnte sich mit einer 1.35,9 einen 12. Platz in der Startaufstellung sichern. Somit hatte das HMC Racing Team eine gute Ausgangslage für das um 12 Uhr stattfindende Rennen.Quali DLC OSL

Startfahrer war Florian Pfanzelt. Nach einer Einführungsrunde wurde die Startaufstellung bezogen und Flo sprintete zur Suzuki. Leider sprang das Motorrad nicht auf Anhieb an, sodass ein erneuter Versuch notwendig war. Dies kostete jedoch soviel Zeit, dass Florian sich nach der ersten Runde auf P12 Gesamt und P3 in unserer Klasse befand.

Mit zügigen Zeiten konnte er jedoch kurzzeitig wieder den zweiten Platz erkämpfen. Allerdings hatte Florian zum Ende des Turns starke Rückenschmerzen auf dem Motorrad bekommen wodurch keine schnellen Runden möglich waren und somit fielen wir wieder auf P3 zurück.

Nach ca. 45min führten wir den ersten Fahrerwechsel durch und ich ging auf die Strecke. Mit frischen Reifen und randvollem Tank versuchte ich meinen Rhythmus zu finden und mit konstanten 1.35er Zeiten konnte ich wieder aufschließen. Auch die beiden anderen Teams hatten den Fahrerwechsel vollzogen und lieferten ihre Runden ab. Besonders bei den nun hohen Temperaturen in der Mittagszeit wurde es zunehmend anstrengender. Nach ca. 10 Runden konnte ich den Team Richie Race Fahrer überholen, sodass wir uns direkt hinter dem Meisterschaftskonkurrenten Shell Advane Team befanden. Etwa weitere 5 Runden später wurden am hinteren Streckenteil gelbe Fahnen angezeigt. Dies bedeutete eine Gefahrenstelle bzw. einen gestürzten Fahrer. Im Kiesbett der ersten Kurve konnte ich im Augenwinkel eine weiße R6 mit der Startnummer 313 erkennen. Celina Scheffler hatte Eingangs Start/Ziel einen Vorderradrutscher und war ausgefallen. Dies war relativ harmlos und keine Verletzungen zur Folge, jedoch kostete dies Zeit für das Team. Das Motorrad musste zuerst geborgen werden und anschließend der Zeitnehmer vom gestürzten Motorrad an das zweite Motorrad gesteckt werden. Eine Weiterfahrt war nämlich nicht mehr möglich.

Dies bedeutete die Führung vor dem Team Richie Race nach etwa 1,5 Stunden. Ich probierte weiter die Rundenzeiten hoch zu halten und somit ein Zeitpolster auf die Konkurrenz herauszufahren. Kurz darauf wurde jedoch das gelbe Licht und ‚Safety Car‘ Schilder angezeigt. Ein Fahrer war Ende S/Z bei hoher Geschwindigkeit gestürzt und es lagen noch Motorradteile auf der Strecke, die geborgen werden mussten.

safety carQuelle: http://teamfotograf.de

Diese Safety Car Phase nutzten wir für einen Fahrerwechsel und Mario Mantai ging auf die Strecke. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen wurden, konnte Mario mit guten und konstanten 1.34er Zeiten den Vorsprung weiter ausbauen. Das Team Shell Advance war mittlerweile wieder auf der Strecke, hatte jedoch einen Rückstand von 5 Runden. Mario konnte nahezu 1Stunde auf der Strecke bleiben und gab in der Boxengasse erschöpft an der bereit stehenden Florian ab.

Florian kämpfte sich nun weiter durch den Verkehr und spulte fleißig die nötigen Kilometer ab. Stetig wurde von der Boxencrew, Marko und Claudia der Rennverlauf sowie der Abstand zur Konkurrenz kontrolliert. Zum Ende des Turns wurde Florian der benötigte Fahrerwechsel angezeigt und er kam kurz darauf in die Box. An meinem Motorrad wurde der Transponder befestigt und ich fuhr die Boxengasse Richtung Strecke raus. Allerdings hatte in dieser Zeit ein weitere Sturz für eine erneute Safety Car Phase gesorgt und somit stand ich vor einer roten Ampel und durfte nicht auf die Strecke. Sehr ärgerlich….leider verlor unser Team somit 1 Runde auf die Konkurrenz. Kurz darauf konnte ich jedoch auf die Strecke und folgte dem kompletten Fahrerfeld, das sich hinter dem Safety Car eingereiht hatte. Nach 2 Runden wurden rote Flaggen angezeigt und das Fahrerfeld folgte dem Safety Car in die Boxengasse. Es waren durch den Unfall in der Triple Links und einem Kreislaufproblem eines Zuschauers vor den Toren der Arena alle Ärzte im Einsatz. Somit hatte der Rennleiter entschieden das Rennen zu unterbrechen um eine permanente ärztliche Betreuung während des Rennens zu gewährleisten. Sehr löblich!

Tanken

Re-Start

Nach etwa 15 Minuten Unterbrechung wurde das Rennen hinter dem Safety Car erneut gestartet und ich befand mich im Kampf gegen die direkt hinter uns platzierten 1000 Kubik Teams. Mit einem Fahrer hatte ich es sehr schwierig, da ich in den Kurven deutlich schneller war und auch überholen konnte, jedoch war seine Kawasaki 60 PS stärker und somit wurde ich auf der Geraden stets überholt. Trotzdem konnte ich das Tempo hoch halten und den Abstand auf das Team Richie Race und Team Shell Advance bewahren.

Um 17.25 Uhr stand der letzte Fahrerwechsel an und Mario Mantai sollte das Rennen abschließen. Die komplette Boxencrew und die Fahrer drückten nun von Außen die Daumen, dass nichts Außergewöhnliches auftritt und der Klassensieg gefahrlos eingefahren werden konnte. Glücklicherweise fuhr Mario Mantai ohne Probleme routiniert die restlichen Runden zu Ende und somit wurden wir um 18Uhr als Klassensieger und Gesamt 6. vor Richie Race und Shell Advance abgewunken.

Zieleinfahrt MarioQuelle: http://teamfotograf.de

Ein grandioser Erfolg, der uns nun in der Meisterschaft auf Augenhöhe mit Shell Advance gebracht hat, sodass nun die Entscheidung beim Finallauf in Most fallen wird.

Ein riesiges Dankeschön an Mario und Flo für den harten und schweißtreibenden Einsatz. Des Weiteren ein großes Dankeschön an das komplette Helferteam, das solch einen Erfolg ermöglicht hat 🙂

Wir freuen uns gemeinsam auf den 13.09.2014 im tschechischen Most und werden versuchen dort die Meisterschaft als Klassensieger zu beenden.

 

Press play, fast forward!

#7

Podium DLC OSL HMC Racing Team

 

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