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Yamaha R6 Cup Race #2 Zolder (Belgien) 10-12.05.2013

15. Mai 2013
Begleitet wurde ich dieses Wochenende von meinem Mechaniker Christian Hren aus Göttingen, der mich bei all den Aufgaben des Wochenendes wertvoll unterstützte.
Am Freitag standen 2 freie Trainings an, die anspruchsvolle Strecke kennenzulernen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230km/h an der schnellsten Stelle, ist der 4km lange Kurs zudem mit einigen Kuppen ausgestattet, bei dem das Vorderrad steigt sobald man sie mit Vollgas überfährt. Viele schnelle Kurvenkombinationen und abwechselnd Schikanen sind charakteristisch für diese Strecke.
Die beiden freien Trainings am Freitag hatten wir trockene Konditionen, sodass die Strecke gut befahren werden konnte. Nach dem ersten Training veränderte ich die Abstimmung des Fahrwerks, sodass im zweiten freien Training schnellere Rundenzeiten möglich waren und schlussendlich ein 10. Platz nach den Trainings für mich feststand.
Die Wettervorhersage für das Wochenende war jedoch wechselhaft, was sich noch bewahrheiten sollte.
Samstag früh stand das erste Qualifying an und kurz vorher setzte starker Regen ein, sodass die Maschine schnell mit Rennregenreifen umgebaut werden musste. Mit diesen Reifen kann sogar bei viel Wasser auf der Strecke gefahren werden, da sie eine sehr weiche Gummimischung haben, aber die Strecke ist trotzdem sehr rutschig und der Grenzbereich ist sehr schmal und man ist häufig kurz vor einem Sturz.
Während des ersten Minuten stürzten bereits 3 Fahrer. Sie blieben jedoch unverletzt. Für mich waren es vollkommen neue Bedingungen, da ich die Dunlop Regenreifen noch nicht kannte und nicht viel Erfahrung im Regen hatte. So tastete ich mich an die Haftungsgrenze der Reifen und belegte zum Schluss der Session den 11.Platz
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Das zweite Qualifying bot abtrocknende Verhältnisse, sodass wieder auf Trockenreifen umgebaut werden musste.
Ein Streckenteil, der durch ein Waldstück führte war jedoch noch nass, sodass dort Vorsicht galt.
Im Laufe der Session stürzte dort ein Fahrer, was die Jagd auf schnelle Zeiten weiter erschwerte. Auch der Fahrer war okay.
Bei diesen schwierigen Bedingungen konnte ich einen 13ten Platz herausfahren, der auch für die Startaufstellung am Sonntag galt.
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Der Rennsonntag begann trocken, jedoch kurz vor Rennstart überraschte uns wieder der Regen. Es musste schnell auf Regenreifen umgebaut werden und die Maschine startfertig gemacht werden.
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Der ersten Start über 14 Runden um 11:20Uhr musste jedoch schon nach 2 Runden abgebrochen werden, da ein Fahrer bei den rutschigen Bedingungen gestürzt war.
Beim erneuten Startversuch gab es einen erneuten Rennabbruch nach 1 Runde wegen eines weiteren Sturzes.
Für mich war das recht ärgerlich, da ich bei den Starts jeweils sehr gut wegkam und bis auf Platz 6 vorgefahren war.
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Es wurde ein erneuter Rennstart auf 13:00 mit verkürzter Distanz über 10 Runden durchgeführt.
Bei diesem Start ging ich wieder von P13 aus ins Rennen und konnte bereits nach der ersten Kurve den 8Platz verbuchen. Im Laufe der nächsten Kurven konnte ich noch 3 weitere Fahrer überholen und befand mich am Ende der ersten Runde auf Platz 5. Gerade als ich mir den vor mir Platzierten zurecht legen wollte, rutschte jedoch mein Hinterrad wegen zu wenig Haftung weg und die Maschine schlidderte mit mir in die Wiese. Ich lief schnell zur Maschine und schaute ob noch alle Teile dran waren und sie fahrbereit war. Zu der Zeit zog bereits das ganze Feld an mir vorbei. Ich sprang wieder auf und nahm die Verfolgung von ganz hinten mit 20sek Rückstand auf den Letzten auf.
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Runde für Runde konnte ich jedoch wieder aufholen und in Runde 3 konnte ich bereits zum Letztplatzierten aufschließen und ihn überholen. Im Anschluss konnte ich noch weitere Fahrer überholen und befand mich bereits auf Platz 12. Ich wollte das Tempo beibehalten und noch versuchen weiter aufzuholen.
Allerdings rutschte mir dann in der ersten Kurve nach Start Ziel das Hinterrad weg, fing sich wieder und ich flog in einem etwas höheren Bogen bei etwa 100km/h ab. Zum Glück landete ich relativ sanft und meine Lederkombi und der Sturzhelm konnten mich gut vor Verletzungen schützen, sodass ich gleich aufstehen konnte. Nun beschloss ich das Rennen für mich abzuhaken, da die Maschine nun auch nicht mehr fahrbereit war.
Schlussendlich ein sehr nervenaufreibendes Rennwochenende, aber ich habe viel bei diesen schwierigen Bedingungen gelernt und hoffe, dass es nun bei dem nächsten Rennen wieder besser läuft. Vom 14-16.06.2013 ist dann das Rennen in Oschersleben und mit nur 160km Entfernung zu Göttingen ist das als mein Heimrennen anzusehen und ich werde natürlich versuchen ein gutes Ergebnis einzufahren.
Grüße #7