Seriensport #4 Schleiz 20-22.7.2012

Der letzte Lauf der DSM in Schleiz begann für mich am Freitag. Die 280km lange Anreise verlief problemlos und so traf ich wie geplant im Fahrerlager ein und baute mein Equipment auf. Um 18 Uhr hatte ich ein 40 minütiges Rollout gebucht um mich schonmal an die Strecke gewöhnen zu können. Der Freitagabend war sehr frisch und dunkle Wolken schoben sich langsam über die Strecke, jedoch glücklicherweise blieb der Regen aus. Auf der Strecke fühlte ich mich schnell wohl. Ich hatte eine andere Übersetzung gewählt und versuchte mich daran zu gewöhnen. Eine 1.36,2 zum Ende des Trainings bestätigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg war. Nach unseren Runden öffnete der Himmel die Schleusen und es wurde recht ungemütlich. Das war allerdings nicht weiter schlimm, da wir im warmen Zelt von DSM Kollegen mit einigen Getränken und netten Geschichten den Abend lustig ausklingen ließen.

Am Samstag Nachmittag stand die erste Dauerprüfung an, die ich komplett durchfuhr und so schon 23 Runden sicher hatte. Das Wetter war weiterhin frisch jedoch erfreulicherweise trocken. Am Rennsonntag sollte es ähnliche Bedingungen geben. Die zweite Dauerprüfung nutze ich dann nur noch als Eingewöhnung und Funktionskontrolle für das Rennen um 14.30Uhr. Mit frischen Metzeler Rennreifen war ich bereit von Startplatz 7 aus ins Rennen zu gehen.

In der Startaufstellg angekommen, machte ich mich bereit den Start optimal zu erwischen um keine Platzierungen zu verlieren und wenn möglich sogar welche gut zu machen. Dies gelang mir gut und in der ersten Kurve lag ich auf P6

Die Suzuki von Timo Schröer konnte ich gleich bis zur zweiten Kurve am Buchhübel innen überholen und folgte nun der Spitzengruppe direkt am Hinterrad von Markus Bange. In der schnellen Passage ‚Seng‘ bei der das Motorrad bei über 200km/h von Rechts auf Links umgelegt werden musste, konnte ich mich neben Markus Bange setzen und ihn beim Anbremsen der darauf folgenden Rechtskurve überholen und auf Platz 4 vorrücken. Die anschließenden Runden folgte ich dicht der Führungsgruppe Häfele, Mantai und dem Meisterschaftsführenden Kreutz. Im Bereich der Kuppe war Thomas Kreutz nicht optimal aus der Kurve beschleunigt und so konnte ich mich auf Position 3 setzen. Auf der anschließenden Start/Ziel Geraden eroberte Thomas diesen Platz jedoch zurück. Das Rennen verlief nun mit vielen Positionskämpfen an der Spitze, die sich bereits nach der 6ten Runden auch schon mit Überrundungen mischten. Einige Überrundungen verliefen für mich nicht ganz perfekt und so begann für mich die zweite Rennhälfte mit etwa einer Sekunde Rückstand auf das Führungstrio.

Allerdings hatte ich ab da an auch noch mit hart werdenden Unterarmen zu kämpfen, die es mir immer schwieriger machten die schnellen Richtungswechsel und starken Bremsmanöver perfekt auszuführen. Somit wurde die Lücke etwas größer und die letzten 3 Runden war mein Ziel,  den 4.Platz gegen den hinter mir fahrenden Kevin Kemink zu verteidigen. Letztendlich gelang mir dies und nach 13Runden wurde ich überglücklich abgewunken.

Kreutz hatte sich den 1.Platz sowie die Meisterschaft gesichert und feierte vor Häfele und Mantai seinen Rennsieg. Ich konnte mit meiner Platzierung noch den 5ten Jahresgesamtrang erkämpfen und bin damit aufgrund der Tatsache, an einem Rennwochenende verletzungsbedingt pausiert zu haben, auch sehr zufrieden. Weiterhin war eine neue persönliche Bestzeit von 1.33,844 min ein wichtiges Zeichen, dass ich wieder die alte Rennperformance gefunden hatte. Das Wochenende komplettierte noch der 3.Platz in der Mannschaftswertung für den ADAC Niedersachsen Sachen-Anhalt. Dieser brachte uns einen 2.Platz in der Jahresgesamtwertung, den wir nur ganz knapp an die punktgleiche Mannschaft aus Hessen/Thüringen abgeben mussten. Schade…nur knapp vorbei am Titel 😉

Insgesamt ein erfolgreiches Wochenende und Meisterschaftsabschluss. Bereits jetzt fangen für mich die Vorbereitung für 2013 an, denn ich wage den Schritt in den hart umkämpften Yamaha R6 Dunlop Cup, der im Rahmen der IDM ausgetragen wird. Dies wird eine große Herausforderung, die ich so gut es geht bewältigen möchte. Hierbei ist jede Unterstützung, die den Kampf im Cup erleichtert, sehr wichtig. Somit würde ich mich über einen Besuch bei den 8 IDM Rennen im nächsten Jahr sehr freuen. Berichte über den Verlauf der Rennen, wird es wie gewohnt auf meinem Blog geben.

Bis dahin verbleibe ich mit motorsportlichem Gruß

Euer Kampfschlumpf #487 😀

Christoph Pudlo, Deutsche Seriensportmeisterschaft in Schleiz 22.07.2012

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