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Saisonstart 2012 – So wie es nicht sein sollte…

9. April 2012

Die dreitägige Trainingseinheit im südfranzösischen Ledenon sollte traditionell eine gute und erfolgreiche Saison einläuten. Jedoch kam es dieses Jahr leider anders. Nach der Anreise von gut 1250km innerhalb von 14Stunden entspannten wir uns am Sonntag bei grandiosem Wetter. Christian (iRa) und Christoph (Gnedl), die die waghalsige Strecke noch nicht kannten, buchten einen von Schorsi instruierten Turn zum Beschnuppern.

Am Abend wurden noch Fotos von den Maschinen geschossen und entspannt gegrillt. Das Wetter sollte weiterhin schön, sonnig und warm bleiben.

Den ersten Turn nutzte ich zum Funktionstest und entspannten Einfahren der müden Knochen. Schließlich hatte ich schon 6 Monate auf keinem Motorrad mehr gesessen. Es lief gut und auch die Metzeler Rennreifen in der K2 Mischung machten einen guten Ersteindruck. Danny Märtz, 2012 erneut R6 Cup Fahrer, war auch vor Ort und somit verabredeten wir uns für den dritten Turn kurz vor der Mittagspause um etwas um den Kurs zu bügeln. Dies hatte mächtig Spaß gemacht und durch den kleinen Ansporn, war ich direkt eine 1.31,0min gefahren und hatte meine letztjährige Bestzeit bereits um 0,6sek unterboten. Ich fühlte mich sehr wohl und war der Meinung noch etwas Zeit finden zu können. Aber hier nun erstmal 2 onboard Runden von mir gefilmt:

http://www.youtube.com/watch?v=GAoJMMbLzdk

Nach diesem Turn kam jedoch alles anders. Alle Fahrer warteten auf die Freigabe des nächsten Turns. Die Reifen kühlten etwas aus und so musste zu Beginn vorsichtig gefahren werden. Besonders bei der Streckencharakteristik in Ledenon, bei der nach einer dreifachen Linkskurve ein kurzer Rechtsknick folgt, der schon viele Fahrer zu einer Bodenprobe gezwungen hatte. Als etwas Ledenon-Erfahrener war mir das bewusst und so ging ich mit dosierter Gasstellung durch die Kurve. Jedoch war es in Kombination mit der kälteren rechten Reifenflanke trotzdem zuviel Gas und so hatte ich bei etwa 120km/h einen klassischen Hinterradrutscher bzw. Highsider, der mich aus meinem Sitz in die Lüfte katapultierte. Die Aussicht war nur für einen kurzen Moment angenehm, denn anschließend folgte der Geschwindigkeitsabbau auf dem Asphalt. Nachdem ich mit dem Knie schon etwas angefangen hatte, stützte ich mich leider reflexartig mit dem rechten Handgelenk ab, was sofort mit einem starken Stechen quittiert wurde. Nach Eintauchen des Helms in den französischen Staub kam ich so langsam zum Stehen. Dem kurzen Aufenthalt im Medical Center folgte ein Besuch im Krankenhaus von Nimes. Dort wurde neben ein paar allg. Kratzern und Prellungen der zweifache Bruch des rechten Handgelenks diagnostiziert. Einer der beiden Brüche ist etwas komplizierter und so erwartet mich am kommenden Mittwoch eine OP, bei der mit einer Platte alles fixiert werden soll.

Ich hoffe auf eine unkomplizierte OP, schnelle Heilung und vollständige Genesung. Das bedeutet für mich nun etwa eine 8wöchige Zwangspause. Von der ich jedoch hoffentlich gestärkt wiederkomme 😀

Linke Hand zum Gruß

Chris #487 🙂

Nachtrag: Die OP verlief gut und nun kann der Heilungsprozess beginnen.

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